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Anlagenverzeichnis

Facility Management: Betriebsgastronomie » Küche » Ausschreibung » Anlagenverzeichnis

Technisches Anlagenverzeichnis

Ein vollständiges technisches Anlagenverzeichnis sowie klar definierte Hygiene-, Prüf- und Wartungspläne bilden die Grundlage für den sicheren, regelkonformen und hygienischen Betrieb küchentechnischer Anlagen. Diese Übersicht umfasst alle relevanten Anlagen wie thermische Gartechnik (z. B. Kombidämpfer, Kochkessel, Kippbratpfannen, Fritteusen), Spültechnik, Kältetechnik, Lüftungs- und Abluftanlagen, Ausgabetechnik sowie zugehörige Medienversorgungen und sicherheitsrelevante Einrichtungen. Die Festlegung eindeutiger Prüfintervalle, Reinigungszyklen und Dokumentationsanforderungen unterstützt die Einhaltung wesentlicher Vorgaben aus Hygiene, Arbeitssicherheit und Betreiberverantwortung. Eine strukturierte Instandhaltungsplanung sichert die technische Verfügbarkeit, minimiert Störungen und Ausfallzeiten und ermöglicht ein effizientes, transparentes und CAFM-gestütztes Facility Management über die gesamte Küchentechnik.

Strukturierte Anlagenlisten in der Betriebsgastronomie erstellen

Anlagenbestandsliste (Muster; wird mit den Originaldaten ersetzt)

Nr.

Anlagentyp

Kapazität

Abmessung/Breite [mm]

Anschlusswert [kW]

Betriebsart

Klasse (IP/HACCP)

Standort/Bereich

Besondere Ausstattung

Baujahr

1

Kombidämpfer

20 GN 1/1

1.200

36,0

Elektro/Dampf

IPX5 / HACCP

Hauptküche, Garlinie 1

Automatisches Reinigungsprogramm, Kerntemperaturfühler, Betriebsstundenzähler, HACCP-Dokumentation, Störmeldung an GLT

2026

2

Kippbratpfanne

150 l

1.600

24,0

Elektro

IPX4 / HACCP

Hauptküche, Garlinie 2

Sicherheitsabschaltung, Temperaturbegrenzer, definierte Wartungs- und Prüfpunkte, Reinigungsfreigabe

2026

3

Kochkessel

200 l

1.400

30,0

Elektro/Dampf

IPX4 / HACCP

Produktionsküche, Saucenbereich

Temperaturanzeige, Ablasssieb, Betriebsstundenzähler, Wartungsschnittstelle, Reinigungsdokumentation

2026

4

Haubenspülmaschine

60 Körbe/h

800

12,0

Elektro

IPX5 / HACCP

Spülküche A

Selbstreinigungsprogramm, Chemiedosierung, Temperaturaufzeichnung, Servicezugang für Inspektion

2026

5

Bandspülmaschine

120 Körbe/h

2.200

28,0

Elektro

IPX5 / HACCP

Zentrale Spülküche

Wärmerückgewinnung, automatische Dosierung, Störmeldekontakt, Vorbereitung Ersatzteilkonzept

2026

6

Kühltisch

450 l

1.800

0,6

Kälte

Kl. 5 / HACCP

Kalte Küche

Digitale Temperaturanzeige, Alarmkontakt, leicht zu reinigende Edelstahloberflächen, Frontzugang für Wartung

2026

7

Schockkühler/Schockfroster

10 GN 1/1

900

5,5

Kälte

Kl. 5 / HACCP

Vorbereitung Küche C

Schnellkühlprogramm, Kerntemperaturfühler, Temperaturprotokoll, Grenzwertalarm

2026

8

Ablufthaube mit Zuluft

6.000 m³/h

3.000

4,0

Lüftung

VDI 2052 / HACCP

Kochbereich D

Fettfilter, Revisionsklappen, Differenzdruckanzeige, Schnittstelle zur Betriebs- und Störüberwachung

2026

Stammdatenblatt je küchentechnischer Anlage (Struktur)

  • Anlagennummer, Standort, Versorgungs- bzw. Funktionsbereich (Vorbereitung / Garen / Spülen / Kühlen / Lüftung / Entsorgung), Einsatzumgebung (innen / außen, Temperatur / Feuchte / Reinigungsintensität, hygienisch sensibler Bereich), Anlagentyp nach relevanter Norm und Gewerk (z. B. Kombidämpfer, Kochkessel, Kippbratpfanne, Fritteuse, Spülmaschine, Kühlzelle, Kühltisch, Lüftungsdecke, Fettabscheider).

  • Hersteller / Typ, Seriennummer, CE-/EG-Konformität und Konformitätserklärung, verwendete Medien (z. B. Wasser, Dampf, Gas, Strom, Kältemittel, Reinigungschemie), Schutzart (IP), technische Versorgung und Anschlüsse (Spannungs- und Leistungsdaten, Gas-, Wasser-, Abwasser- und Lüftungsanschluss), Sicherheits- und Steuerungstechnik (z. B. Sicherheitstemperaturbegrenzer, Türkontaktschalter, Not-Halt, Gaswarntechnik, Sicherheitsabschaltung), Kommunikationsschnittstellen zur Leit- und CAFM-Technik.

  • Geräte- / Aggregatedaten: Art (z. B. Gartechnik, Spültechnik, Kältetechnik, Lüftungstechnik), Nennleistung bzw. Bemessungsdaten (z. B. GN-Kapazität, Liter, Körbe/h, Temperaturbereich, Luftvolumenstrom, Anschlusswert), Betriebs- und Verbrauchsdaten, wesentliche Sicherheits- und Regelorgane, eingesetzte Medien / Füllmengen, Baujahr und Nutzungsdauer der Anlage (Restlebensdauer / Austauschplanung).

  • Verteil- und Systemdaten: Versorgungssysteme für Strom, Gas, Wasser, Dampf, Kälte sowie Zu- und Abluft, Armaturen, Filter, Dosier- und Wasseraufbereitungseinrichtungen, Fettfilter- und Abluftsysteme, Mess- und Zähleinrichtungen (z. B. Energie, Wasser, Temperatur), vorhandene Rückgewinnungs- und Speichersysteme sowie Zugänglichkeit und Wartungsbereiche. Reinigungszonen, Hygieneanforderungen und dokumentationspflichtige Bereiche sind zu berücksichtigen.

  • Klassifizierung und Nutzungsprofil: Betriebsart (Grundlast / Spitzenlast / Redundanz / Bereitschaft), Auslastungsgrad, Betriebsstunden und Schaltspiele pro Jahr, anlagenbezogene Kennzahlen (z. B. Energie- und Wasserverbrauch, Verfügbarkeit, MTBF / MTTR), Einstufung in die Gefährdungsbeurteilung (kritische Küchenanlage ja / nein, prüfpflichtige Anlage ja / nein, besondere Anforderungen aus Hygiene, DGUV, Brandschutz), festgelegte Instandhaltungsstrategie (zeit-, zustands- oder nutzungsorientiert) und vertragliche Service-Level (Reaktions- und Wiederherstellzeiten).

  • Prüf- und Instandhaltungsfristen (siehe Abschnitt C), Verweise auf Prüf- und Anlagenbuch, Hygiene- und Reinigungsdokumentation, Messstellenübersicht, EMS- / CAFM-Objekte und relevante Nachweise (z. B. Abnahme- und Prüfprotokolle, Wartungsberichte, DGUV-Prüfprotokolle, Hygienenachweise, Kalibrierzertifikate, Temperaturprotokolle, Serviceberichte, Ersatzteillisten).

Rollen, Nachweise, Dokumentation

  • Gefährdungsbeurteilung & Prüfkonzept: Auf Grundlage einer dokumentierten Gefährdungsbeurteilung für alle küchentechnischen Anlagen legt der Arbeitgeber/Betreiber Art, Umfang, Methode und Fristen der Prüf- und Instandhaltungsmaßnahmen fest (Inspektion, Wartung, Instandsetzung, Verbesserung). Dies umfasst die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten (Betreiber, Instandhaltung, befähigte Personen, Servicepartner), die Erstellung einer Prüf- und Wartungsmatrix, die Planung notwendiger Außerbetriebnahmen, die Regelung von Ersatz- und Verschleißteilen sowie die Abbildung aller Maßnahmen im CAFM-/Wartungssystem. Hygieneanforderungen, Reinigungszyklen und betriebssicherheitsrelevante Vorgaben sind dabei zu berücksichtigen.

  • Wiederkehrende Prüfungen und Wartungen: Wiederkehrende Prüfungen der küchentechnischen Anlagen und elektrischen Betriebsmittel erfolgen mindestens gemäß Gefährdungsbeurteilung durch qualifiziertes Personal; dies umfasst kombinierte Prüf- und vorbeugende Wartungsarbeiten wie Funktions- und Sicherheitsprüfungen (z. B. Not-Halt, Türkontakte, Temperaturbegrenzer, Gaswarntechnik), Kontrolle von Schutz- und Messeinrichtungen, Reinigung, Entkalkung, Austausch von Verschleißteilen sowie Kalibrierung relevanter Messstellen. Besondere Prüf- und Wartungsmaßnahmen sind vor Erstinbetriebnahme sowie nach wesentlichen Änderungen oder Störungen durchzuführen; festgestellte Mängel sind systematisch zu dokumentieren sowie fristgerecht zu beseitigen und nachzuverfolgen.

  • Prüf- und Anlagendokumentation: Für jede Anlage ist ein Prüf- und Anlagenbuch zu führen und prüffähig bereitzuhalten; Prüfberichte, Betriebs- und Temperaturprotokolle, Konformitäts- und Abnahmeunterlagen sowie insbesondere Wartungs-, Reinigungs- und Reparaturberichte, Freigaben nach Arbeiten, Übersichten zu Störungen, Ausfallzeiten, ausgetauschten Komponenten und durchgeführten Modernisierungen sind geordnet abzulegen. Die Verknüpfung zum Wartungs- und Störungsmanagement im CAFM-System ist sicherzustellen, um Kennzahlen wie Verfügbarkeit, MTBF und MTTR auszuwerten und Nachweise gegenüber Betreiber, Behörden, Versicherern und Sachverständigen bereitzustellen.